Der Schlaf die Kraftquelle für unser Leben

Andreas Burfeind, langjähriger Experte für Baubiologie, gibt zahlreiche Hinweise rund um Bett und Schlafraum. Welche Faktoren beeinflusse unseren Schlaf positiv, was kann störend wirken?
Das Bett – ein vernachlässigtes Möbelstück Wir alle haben es gerne behaglich und schön in unserem Zuhause, es darf auch gerne etwas extravagant zugehen. Schönste Designermöbel erfreuen uns in jeglicher Hinsicht. Schaut man aber in Deutschlands Schlafzimmer, so ist man oft erschreckt, was einem da so alles begegnet und sich Bett nennt. Da man das Bett nur selten vorzeigt, kümmert man sich auch nicht allzu sehr darum.
Ein hübsches Signe genügt nicht Eine Matratze mit irgend einem Signe das sich mit Gesundheit assoziieren lässt reicht uns. Schon liegen wir in der Zeitfalle. Ein befreundeter Arzt erzählte mir, dass die Hälfte der Menschen in Deutschland, die über 40 Jahre alt sind, Probleme mit dem Rücken haben.
Rückenprobleme: Tendenz steigend
Allergien: Tendenz steigend
Rheumatische Erkrankungen: Tendenz steigend
Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Bett Dabei ist gerade das Bett unser wichtigstes Möbelstück überhaupt. Hier verbringen wir kostbare Zeit in der wir regenerieren sollten. Die schönsten Augenblicke der Liebe genauso wie Krankheiten werden im Bett erlebt. Da wir aber das Bett nicht sehr lange erleben, denn wir schlafen ja die meiste Zeit darin, ist es uns nicht bewusst wie lange wir eigentlich mit diesem “Möbelstück” zubringen. Ein Drittels unseres Lebens verbringen wir im Bett.
Welche Anforderungen sollte ein Bett erfüllen? Der „Lebensbaum“ Wirbelsäule ist ein kostbares Gut. Eine entspannende Lagerung des Körpers, insbesondere der Wirbelsäule liegt in unserem besonderen Interesse. Im aufrechten Stehen befindet sich die Wirbelsäule in ihrer natürlichsten Form. Seitenbiegungen des Körpers sind belastend. Von vorne betrachtet ist die Wirbelsäule eine gerade Linie. Unser Körper ist mittelachsensymmetrisch. In seiner natürlichen Form sind beide Körperhälften im Gleichgewicht.
Im Schlaf sollte der Körper lückenlos gestützt werden
Die Kunst ist es nun unseren Körper in dieser Form und Position während des Schlafes gleichmäßig und lückenlos zu stützen, damit kein Körperbereich von anderen benachbarten Bereichen getragen werden muss, dadurch entsteht dann auch keine Überlastung dieser Bereiche. Dann ist das Skelett und seine Muskulatur in einem entspannten Zustand. Das Bett muss dabei einiges Leisten, wir haben uns umgesehen und sind dabei auf das Naturbett Artisana gestoßen.
Entspannter Kreislauf durch ungehinderte Blutzirkulation Das Blut sollte ungehindert fließen können. Wichtig für die Regenerationsprozesse während des Schlafes ist, dass die Transportwege wie die Lymphen und die Blutbahnen des menschlichen Körpers frei sind. Kein Bereich sollte durch zu großen Druck überbelastet werden. Der Körpers muss daher möglichst gleichmäßig auf die Liegefläche verteilt werden.
Unnatürliche Lagerungen sollte man vermeiden Unnatürliche Lagerungen, wie Schlafen bei Kopfhochstellung sollte man vermeiden. Hier muss das Herz- Kreislaufsystem unnötige Zusatzarbeit leisten, es arbeitet ja gegen die Schwerkraft. Es geht Energie verloren, die der Körper zur Regeneration gut verwenden kann. Das Blut sollte möglichst auf einer Ebene fließen können. Gerade der Blutkreislauf des Menschen sollte auch im Schlaf bestens funktionieren. Zirkulationsstörungen beeinträchtigen das Wohlbefinden. Die Folge können Unterversorgung von Organen sein und das kann ernsthafte Folgen nach sich ziehen.
Was ist für Leute zu beachten, die bereits Herz/ Kreislaufprobleme haben? Kreislaufempfindliche und ältere Menschen, sollten Betten so auswählen, dass ihr Kreislauf optimal zirkulieren kann. Die Wirbelsäule sollte, wie oben beschrieben, eben gelagert sein. Hier ist aber eine Ausnahme zu machen. Menschen mit Kreislaufproblemen sind in der Regel höher zu lagern. Oft bekommen sie bei falschem Liegen Beklemmungen, Angst und Atemnot. Nun gilt es den bestmöglichen Mittelweg zu finden, zwischen den orthopädischen Anforderungen zur Lagerung der Wirbelsäule einerseits und den Anforderungen andererseits, die sich zur Aufrechterhaltung des geschädigten Kreislaufs ergeben. Tendenziell gilt: Es ist wichtiger, dass der Mensch kreislaufmechanisch richtig liegt, als dass er wirbelsäulengerecht liegt.
Kreislaufstörungen können auf eine ungeeignete Matratze Hinweisen In vielen Fällen weisen Zirkulationsstörungen darauf hin, dass wir nachts auf einer Matratze liegen, die für uns einfach nicht geeignet ist. Eigentlich haben wir keine Kreislaufprobleme und dennoch wachen wir ab und zu mit Gliederschmerzen oder mit "eingeschlafenen" Armen, Füßen, Beinen auf. Deshalb brauchen wir eine Schlafunterlage, die unserem persönlichen Druckempfinden optimal gerecht wird.
Ein Bett sollte ausreichend groß sein Ein Bett sollte ausreichend groß sein das wir unserem natürlichen Bewegungsbedürfnis des Körpers während des Schlafes nachkommen können. Um den Blutkreislauf nicht einseitig zu belasten, müssen wir immer wieder unsere Lage verändern.
Thema Schadstoffe Die uns umgebenden Materialien in einem Schlafraum sollten natürlicherweise ohne Schadstoffe sein. Frische Luft ist für die Regeneration des Körpers und auch der Psyche wichtig. Die Selbstreinigungsprozesse des Körpers werden dadurch optimal unterstützt. Auch die Gerüche in einem Schlafraum können uns sehr harmonisieren. Natürliche Materialien duften angenehm und geben eben keine Giftstoffe ab.
Vorsicht vor versteckten Hohlräumen Staubhaltiger Luft aus versteckten Hohlräumen in unserer Liegestatt können uns bei den nächtlichen Schlafbewegungen unangenehm beeinträchtigen. Wir haben dann im wahrsten Sinne des Wortes “die Nase voll“. Optimal ist es, solche versteckten Staubkammern von vornherein auszuschließen. Wir sollten daher beim Kauf eines Bettes auch hierauf achten. Wer klug ist, verzichtet auch auf Teppichböden in einem Schlafraum. Solche Oberflächen sind geradezu Staubdepots. Wir sollten uns einen schönen Parkettboden oder einen klassischen Linoleumboden gönnen.
Elektrische und magnetische Felder Besonderes Augenmerk haben wir Baubiologen auf eine Umgebung frei von elektrischen und magnetischen Störeinflüssen. Wir alle leben in einem Hightechzeitalter und es ist uns klar, dass die Existenz von elektrischen und magnetischen Feldern um uns herum allgegenwärtig ist. Dass diese negative Einflüsse auf Körper und Psyche haben können, darauf verweisen inzwischen zahlreiche Studien. Um das Ausmaß des störenden Einflusses streiten die Gelehrten zwar noch, wenigstens während der empfindlichen Erholungs- und Schlafphasen, sollten wir elektrische und magnetische Störeinflüsse vermeiden. Die Natur kennt so hohen Spannungen und elektromagnetischen Felder nicht wie wir sie mit unseren Sendeanlagen und zahlreichen anderen elektrischen Geräten erzeugen. Man vermutet, dass Schäden erst bei Langzeiteinwirkung entstehen. Das erschwert natürlich die Beweisführung für eine Schädigung. Meine Empfehlung lautet daher, keine unnötiges Risiko, der Schlafraum sollte in unserem ureigensten Interesse frei von derartigen Störungen sein.
Ruhe Achten Sie auf einen ruhigen Schlafraum. Lärm, Geräusche verursachen Streß. Fernseher etc. sind keine guten Nachtbegleiter. Viele machen den Fehler und schlafen vor dem Fernseher ein. Die Schlafqualität leidet dadurch immens. Lassen wir also den Fernseher im Wohnzimmer, wir sehen alle sowieso zuviel Werbung.
Ein ganzer Liter Schweiß pro Nacht Schweiß ist die Folge des Regenerationsprozesses des Körpers bei Nacht. Durch Schwitzen regulieren wir auch unsere Temperatur. 0,5 bis 1 Liter Schweiß pro Nacht sind da keine Seltenheit. Stellen wir uns mal die Schweißmenge von 10 Jahren Schlaf vor. Das ist mächtig viel Schweiß... Deshalb ist die Materialwahl der uns umgebenden Stoffe bei Nacht, von ganz besonderer Bedeutung. Wir brauchen dynamisches Material, das sich selbst reinigen kann. Wolle leistet hier großes.
Wer will schon im feuchten liegen? - Die Hausstaubmilbe Winter und Sommer stellen unterschiedliche Ansprüche an die Wärmeregulierung des Körpers: Bei geringen Temperaturen muss der Wärmefluss vom Körper in die Umgebung möglichst effektiv unterbunden werden. Das Material muss isolieren. Bei höheren Temperaturen hilft sich der Körper durch Schweißabsonderung, um durch Verdunstung der Schweißfeuchtigkeit Kühlung zu erreichen. Gerade hier arbeitet wieder die Wolle optimal mit. Sie ermöglicht ein leichtes Verdunsten, weil der Luftaustausch durch ihre luftdurchlässige Eigenschaften optimal gewährleistet ist. Wenn die Feuchtigkeitsabgabe durch Schichten blockiert ist oder die Umgebung bereits mit Feuchtigkeit übersättigt ist, so dass der Schweiß nicht sofort abtransportiert werden kann, liegen wir im Feuchten. Diese Klima ist meiner Meinung nach Rheuma fördernd. Ebenso fühlt sich die Hausstaubmilbe sauwohl und vermehrt sich optimal. Für Allergiker ein Graus.
Eine Herausforderung an jedes Bett: Im Sommer kühlen im Winter isolieren Die Aufgabe besteht darin, bei diesen unterschiedlichen Umgebungsbedingungen eine optimale Temperatur für den Körper aufrechtzuerhalten. Überschüssige Feuchtigkeit ist abzuführen und ein möglichst freien Luftaustausch zu ermöglichen. Vor Zugluft ist jedoch zu schützen, da diese in einigen Körperbereichen extrem viel Wärme abführt und so in sehr kurzer Zeit partiell zu Unterkühlung führt. Bei geringen Außentemperaturen ist Wärmeabgabe vom Körper durch ausreichende Isolation zu verhindern, wogegen bei hohen Außentemperaturen die Wärmeabgabe zu fördern ist. Dies stellt eine hohe Anforderung an das im Bett zu verwendende Material.
Naturstoffe reinigen sich selbst Die Baubiologie empfiehlt zurecht reine Naturstoffe, die nicht durch sogenanntes “veredeln” in der Chemiefabrik ihre natürlichen Fähigkeiten zur Selbstreinigung verloren haben. Die Kombination Sauerstoff und Luftfeuchtigkeit leistet bei den Eiweißfasern der Natur wie Wolle, Seide, Rosshaar einen ganz besonderen Effekt. Die Schlacken, die bei der Regeneration des Körpers während des Schlafes ausgeschieden werden, werden von diesen Stoffen aufgesaugt, gebunden und wieder ausgestoßen. Damit verschwinden auch die Gerüche. Diese Stoffe besitzen eine natürliche Selbstreinigungskraft. Das ist die chemische Reinigung, die die Natur in Tausenden von Jahren entwickelt hat, die deshalb keine Nachteile und Gefahren in sich trägt. Unser Bettreinigungservice heißt frische Luft. Dazu kommt, dass Naturstoffe sich im natürlichen Materialkreislauf befinden. Kompostierbar und eben nachwachsende Rohstoffe.
Vorsicht bei Allergien Die Allergie ist die Eigenschaft des Körpers, auf einen Stoff anders zu reagieren, als es der Norm entspricht. Leider haben viele Menschen eine derartige Überempfindlichkeit gegen irgendwelche Stoffe. Allergische Erscheinungen treten an der Haut als Nesselsucht oder Ekzem auf, an der Nase als Schnupfen, an der Lunge als Asthma, am Darm als Durchfall und chronischen Entzündungen - um nur einige zu nennen. Wir wissen heute, dass bei entsprechender Empfindlichkeit Bettfedern Asthma auslösen können. Bei ungenügender Pflege und Sauberkeit vermögen sich Milben im Bett anzusiedeln, deren Kot und in Staub zerfallene Körper ebenfalls Asthma herbeiführen können. Deshalb sollten Bettfedern nicht verwendet werden. Stattdessen können hier alternativ Eiweißfasern (z. B. Kaschmir, Wolle, Seide) eingesetzt werden. Menschen die generell eine Eiweisfaserallergie haben, können auch auf Kapok ausweichen.
Rheuma – Schafwolldecken können helfen Rheumatismus ist ein Sammelbegriff für rund 50 verschiedene Stoffwechselkrankheiten. Gemeinsam ist ihnen das Symptom: Schmerz und seine Folgen. Von den Krankheiten betroffen sind vor allem der Bewegungs- und Stützapparat, also Knochen, Muskeln und Bindegewebe; häufig Gelenke, manchmal auch innere Organe. Von rheumatischen Schmerzen sind sehr viele Menschen vorübergehend oder dauerhaft beeinträchtigt. Rheumaschwerzen können unerträglich sein. In der Bundesrepublik Deutschland sind über 20 % der Frühpensionierungen auf rheumatische Erkrankungen und deren Folgen zurückzuführen. Ca. 1,5 Millionen Rhematiker soll es in Deutschland geben. Für die Betten sind die folgenden medizinischen Erkenntnisse bedeutend: Rheumatiker sind unter anderem besonders empfindlich gegen Abkühlung und Zugluft. Rheumatische Krankheiten treten in Gegenden gemäßigten Klimas mit wechselnden Wetterperioden eindeutig häufiger auf, als in trockenen und heißen Regionen. Ein Stoffwechsel, der mit der Ausscheidung saurer Stoffwechselschlacken im Verzug ist, begünstigt die Entstehung rheumatischer Krankheiten und belastet ihren Verlauf. Manche zu Rheuma neigenden Menschen fühlen Erleichterung ihrer Beschwerden, wenn sie in ihrem Bett Schafwolldecken benutzen.
Guten Schlaf wünschen Andreas Burfeind und das WOGE Aktiv Team
Die WOGE Aktiv Bettenangebote
Zum Weiterlesen: Schlafbücher
Zum Weiterklicken: Ausgewähte Schlaflinks
|